Tipps zum Schutzgasschweißen

Inverter-Schweißgerät., © Depositphotos.com / Nordroden

Tipps zum Schutzgasschweißen

Wer sich mit der Restauration von Oldtimern beschäftigt, kommt um die Anschaffung eines Schutzgas Schweißgerätes nicht herum. Auch bei allgemeinen Karosseriearbeiten an Autos ist ein Schutzgas Schweißgerät unabdingbar. Beim Schweißen von Kfz-Dünnblechen wird oft das MAG-Schweißverfahren eingesetzt. MAG steht für „Metall Aktivgas Schweißen“. Dabei wird ein dünner Schweißdraht durch ein flexibles Schlauchpaket zum Schweißbrenner geführt. Gleichzeitig tritt aus der Schutzgasdüse ein Schutzgas* (meist ein Gemisch aus CO2 und Argon) aus und schützt die Schweißstelle vor der Umgebungsluft.

Die Anschaffung eines solchen Schweißgerätes ist völlig unproblematisch. Sogar online kann man Schutzgas Schweißgeräte bestellen. Auch der Preis bewegt sich in einem Rahmen, dass auch Hobbyschrauber sich ein solches Gerät leisten können.

Tipps zum Schutzgasschweißen

Wenn das Gerät dann zuhause steht, geht es aber los, dass man sich erstmal mit den Einstellungen beschäftigen muss. In aller Regel gibt es zwar nicht so viel einzustellen, aber diese wenigen Einstellungen sollten stimmen, damit eine vernünftige Schweißverbindung zustande kommt.

1. Gasfluss einstellen

Gasfluss einstellen

Bei Karosseriearbeiten, wo die Blech meist eine Stärke von 0,8mm bis 1,5mm haben, verwendet man einen üblicherweise einen Drahtdurchmesser von 0,8mm. Um den Gasfluss zu ermitteln, multipliziert man den Drahtdurchmesser mit 10. Damit liegt der optimale Gasdurchfluss bei 8 Liter/Minute. Eingestellt wird der Gasdurchfluss am Druckminderer*. Wie man einen Druckminderer einstellt findest du hier.

 

2. Testschweißen

Ist der Gasfluss richtig eingestellt, sollten erst einige Testpunkte auf einen Probeblech geschweißt werden, um die richtige Einstellung zu prüfen. Anhand der folgenden beiden Punkte kann das Schutzgas Schweißgerät dann perfekt eingestellt werden.

3. Drahtvorschub richtig einstellen

Drahtvorschub und Stromstärke einstellen

Wenn der Drahtvorschub zu gering eingestellt ist, schmilzt der Draht immer wieder ab. Es ist dabei ein stotterndes Geräusch zu hören.

Ist der Drahtvorschub dagegen zu hoch eingestellt, wird der Brenner immer wieder von der Schweißstelle weggedrückt.

 

4. Stromstärke richtig einstellen

Ist der Drahtvorschub richtig eingestellt, beginnt man mit einer niedrigen Stromstärke einen Testpunkt zu machen. Dann erhöht man die Stromstärke bis der Schweißpunkt optimal aussieht. Brennt sofort ein Loch in das Blech, muss die Stromstärke wieder reduziert werden.

Beherzigt man diese Tipps zum Schutzgasschweißen, sollte es keine Hindernisse mehr geben. Mit einem richtig eingestellten Schutzgas Schweißgerät gelingt es jedem innerhalb kurzer Zeit gute Ergebnisse zu erzielen.